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Produktpolitik

Für Ihr Unternehmen sind die Produkte von zentraler Bedeutung. Sie entscheiden letztendlich über Erfolg und Misserfolg, denn genau sie muss der Kunde kaufen. In der Produktpolitik werden dahingehend alle Entscheidungen getroffen. Zentrale Aufgabe ist hierbei die Betreuung bzw. Verbesserung bestehender, die Entwicklung neuer und das Eliminieren veralteter Produkte. Aber auch die Aufmachung der Verpackung oder Zusatzleistungen wie Wartung fallen in diesen Bereich. Produktpolitik (bei Gewerbetrieben), Leistungspolitik (bei Dienstleistern) und Sortimentspolitik (bei Handelsbetrieben) meinen dasselbe.

Ziele der Produktpolitik

Die Produkte bzw. Dienstleistungen sind die Basis jedes Unternehmens. Eine gut funktionierende Produktpolitik erfüllt folgende Ziele:

  • Gewinn- und Wachstumssicherung
  • Erhöhung des Firmenwerts
  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit
  • Ausnutzung der vorhandenen Kapazitäten
  • Streuung des Risikos auf mehrere Produkte (=Sicherheit)

Instrumente der Produktpolitik

Als Sortiment bezeichnet man Ihr Angebot an Produkten und/oder Dienstleistungen. Dieses müssen Sie professionell managen um erfolgreich zu wirtschaften. Dafür gibt es einige Instrumente. Behalten Sie wiederrum Ihr angestrebtes Image im Hinterkopf – ihre Produktpalette muss dazu passen.

Produktvariation
Ein veraltetes Produkt wird am Markt durch ein neues leicht verändertes Produkt ersetzt. Es kommt zu keiner Änderung der Branche. Beispiel: Nachfolgemodell eines PKWs.

Produktdifferenzierung
Ein bestehendes Produkt wird um neue Ausführungen ergänzt. Das Produkt selbst ist jedoch ähnlich –es wird nur versucht Kundenwünsche gezielter zu befriedigen. Beispiel: Kombivariante ergänzend zu einer PKW-Limousine.

Produktdiversifikation
Eine neue Produktgruppe wird zu den bestehenden Produktgruppen hinzugefügt. Die neuen Produkte sind unabhängig von den bestehenden. Beispiel: PKW-Hersteller führt nun auch LKWs.

Produktelimination
Ein Produkt wird vom Markt genommen. Das kann aus Gründen der Aktualität, Kostendeckung oder Imageänderung sein. Der Markt und die Kundenbedürfnisse ändern sich kontinuierlich.

Produktlebenszyklus

Bei Produkten ist es nicht viel anders wie bei Menschen. Sie werden geboren und sterben irgendwann. Manche sterben früh, manche wiederrum bleiben lange am Markt. Der Produktlebenszyklus beschreibt die einzelnen Lebensabschnitte eines Produktes. In den einzelnen Phasen werden Gewinn und Umsatz gegenübergestellt. Dieses System ist auch wichtig für die anderen Instrumente des Marketingmix, weil z.B. in gewissen Situationen verstärkt Werbemaßnahmen betrieben werden müssen um den Umsatz anzukurbeln.

Kundennutzen

Grundüberlegung in der Produktpolitik ist durch Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung dem Kunden einen Mehrwert zu geben. Es muss dem Kunden etwas nutzen. Nutzen ist nicht immer rational. Ein Mensch denkt emotional. Deshalb ist ein Teilbereich in der Nutzentheorie, neben dem Grund- und Zusatznutzen, der psychologische Nutzen.

Auch für Ihre Leistungen müssen Sie die unterschiedlichen Verdienste deklarieren. Ihr Produkt muss neben dem Grundnutzen weitere Eigenschaften bieten, z.B. ist es günstiger, qualitativ besser oder besonders wartungsarm. Immer wichtiger wird der psychologische Nutzen, weil sich die Fähigkeiten vieler Produkte oft sehr ähneln. Sie brauchen Merkmale, die den Kunden zu Ihrem Produkt greifen lassen anstatt zu einem Konkurrenzprodukt. Legen Sie Wert darauf, dass Ihr Produkt ein Gefühl vermittelt, z.B. ist der Kunde dadurch cool, innovativ oder lebt bewusster. Dafür sind oft zusätzlich Werbemaßnahmen erforderlich, aber schon das Produkt sollte Gefühle verkörpern.

Zusatzleistungen

Ein Produkt wird oft mit zusätzlichen Leistungen angeboten. Damit erzeugen Sie positiven Eindruck bei den Kunden und grenzen sich von Mitbewerbern ab. So können Sie durch professionelle Beratung, kostenlose Lieferung oder langen Garantieleistung punkten. Zusatzleistungen sind oftmals ausschlaggebende Kaufargumente.

Design

Wir essen nicht nur, sondern kaufen auch mit den Augen. Die Optik eines Produktes ist ein zentrales Argument um den Kunden zu überzeugen. Design darf dabei die Funktionalität nicht einschränken. Das reicht stark in die klassische Werbung hinein, da kreative Ansätze hier gefragt sind. Auch mit der Verpackung lässt sich eine Botschaft vermitteln. Denken Sie beispielsweise an Wein in einer Glasflasche oder einem Getränkekarton. Andererseits müssen Sie aufpassen durch die Verpackung nicht zu sehr vom Produkt abzulenken.

Dieser Artikel stammt von:

wiwiki.at