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Interne Kommunikation im Unternehmen

Menschen kommunizieren. Sie können nicht nicht kommunizieren. Auch im Unternehmen ist die Kommunikation ein wichtiger Grundbaustein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Beteiligten.

Firmeninterne Verständigung hat markanten Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg und das vorherrschende Betriebsklima. So führt mangelhafte Interaktion zu Missverständnissen, Konflikten und Fehlern, und  hat in Folge dessen negative Auswirkungen, etwa auf das Arbeitsumfeld und die Mitarbeiterzufriedenheit. Und mit zufriedenem Personal arbeitet es sich effektiver: Ideen werden ausgetauscht, die Produktivität verbessert sich, ein „Wir-Gefühl“ entsteht. Durch fehlende Kommunikation z.B. Absprachen über Projekte, kann auch die Kundenbetreuung leiden.

Grundvoraussetzungen für gute firmeninterne Kommunikation:
Vertrauensbasis + gegenseitiger Respekt

Regelmäßig stattfindender Informationsfluss zwischen den einzelnen Mitwirkenden - insbesondere zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitern (=Mitarbeiterkommunikation) - über Entwicklungen und Ereignisse im Unternehmen zeigt in erster Linie Offenheit, Transparenz und Wertschätzung. Ebenso ist der Austausch von Benachrichtigungen eine wichtige Präventionsmaßnahme gegen Gerüchte, Falschinformationen, Intrigen und Unstimmigkeiten.

Hinweis:

Gute unternehmensinterne Kommunikation wirkt auch positiv nach außen. So verlassen Botschaften und Informationen etwa durch Ihre Mitarbeiter das Unternehmen. Der Bereich spielt stark in Teildisziplinen der Corporate Identity hinein.

Genau deshalb ist es wichtig eine gute unternehmensinterne Kommunikation sowie einen regelmäßigen Informationsverkehr (Stichwort: Informationskultur) in Ihrem Betrieb zu etablieren. Das sollte auch für kleine (StartUp-)Unternehmen ein nicht zu vernachlässigender Punkt sein.
Kommunikation innerhalb des Unternehmens muss koordiniert werden. Die Fragen helfen:

  • Wer sagt was?
  • Wer weiß was?
  • Wer soll’s erfahren?
  • Was wird gesagt?
  • Wie wird’s gesagt?
  • Wo wird’s gesagt?

Die Infos müssen problemlos zwischen den einzelnen Stellen fließen. Dabei kann den Verantwortlichen durch Coachings und Schulungen geholfen werden. Durch optimale Mitarbeiterkommunikation verbessert sich folglich die Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Kanäle zur Kommunikation

Die Möglichkeiten, wie mit den Mitarbeitern Kontakt erfolgen kann, lassen sich grundsätzlich in vier Bereiche (angeführt mit Beispielen) gliedern.

Mündliche Interaktion
  • Persönliches Gespräch
  • Konferenzen bzw. Meetings
  • Mitarbeitergespräche
  • Besprechung
  • Telefonat
Elektronische Instrumente
  • E-Mail + Newsletter
  • Chat und Videokonferenz
  • Soziales Netzwerk („Social Software“)
  • Blog und Foren
  • Intranet
Gedruckte Information
  • Mitarbeiterzeitschrift
  • Aushänge an Info-Board oder Pinnwand
  • Briefe bzw. Rundschreiben
  • Protokoll einer Besprechung
  • Hand-Outs einer Präsentation
Veranstaltung
  • Betriebsversammlung
  • Präsentationen
  • (Weihnachts-)Feier
  • Betriebsausflug
  • Schulungen / Projekte

Bei den Kanälen kann außerdem nach Push- und Pull-Prinzip unterschieden werden. Wird die Information direkt an die Empfänger herangetragen, z.B. durch eine E-Mail, spricht man von „Push“ (=stoßen), muss der Empfänger selbst aktiv auf die Informationen zugreifen, z.B. auf einer Online-Plattform, von „Pull“ (=ziehen).

Bei den kommunizierten Botschaften geht Qualität vor Quantität.

Fehlerquellen bei firmeninterner Kommunikation

  1. Betriebsinterner Informationsaustausch wird nicht wenig Bedeutung beigemessen.
  2. Die Nahtstellen in der Kommunikation sind überfordert bzw. nicht geschult.
  3. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist zu früh oder zu spät.
  4. Falscher Kommunikationskanal für die Übermittlung der Infos wurde gewählt.
  5. Information ist unverständlich, irrelevant und nicht an die Zielgruppe angepasst.

Tipps und Hinweise

  • Vernachlässigen Sie nicht die persönliche Face-to-Face-Kommunikation.
  • Schulen Sie Ihre Führungskräfte dahingehend.
  • Sorgen sie für optimalen Zugang zur Information.
  • Rein schriftlich und rein mündlich ist der falsche Weg – die Kombination macht‘s.
  • Sprechen Sie die Adressaten der Botschaft direkt an.
  • Vermeiden sie eine Flut an E-Mail-Nachrichten.
  • Bedenken Sie den Wartungsaufwand von Foren und Blogs.
  • Jede Information ist unterschiedlich – passen Sie Kanal dementsprechend an.
  • Formulieren Sie Leitfäden und Richtlinien.
  • Keine Scheu - wagen Sie sich an digitale Kommunikationsmedien heran.
  • Der Zeitaufwand sollte nicht oberstes und einziges Kriterium sein.

Dieser Artikel stammt von:

wiwiki.at