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Gesetzliche Selbständigenvorsorge

Nicht nur für Dienstnehmer ist gesetzlich vorgesorgt. Auch für Selbständige gibt es seit 1. Jänner 2008 das System der „Abfertigung neu“, in etwas abgeänderter Form. Mit laufend zu entrichtenden Beiträgen wird Kapital für später in einer betrieblichen Vorsorgekasse angespart. Damit sollen Selbstständige – genau wie Arbeitsnehmer – eine effektive Vorsorge für die Zukunft haben.

Betroffene

Diese Form der Vorsorge ist Pflicht für alle Gewerbetreibenden und neuen Selbstständigen, die nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) krankenversichert sind. Für andere Unternehmer, z.B. freiberuflich Tätige, ist ein freiwilliges Modell eingerichtet.

Höhe

1,53% der vorläufigen Beitragsgrundlage in der Krankenversicherung. Informationen zu den Mindestbeiträgen sowie zu den Höchstbeiträgen finden Sie auf der Seite der gewerblichen Sozialversicherung.

Einhebung und Veranlagung

Die Beträge landen schlussendlich bei Ihrer gewählten betrieblichen Vorsorgekasse, werden aber von der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) eingehoben.

Anspruch auf Auszahlung

Bei folgenden Gründen haben Sie als Einzahlender Anspruch auf Auszahlung des angesparten Geldbetrages bzw. der Abfertigung:

  • nach zwei Jahren ruhender Gewerbeausübung (min. drei Einzahlungsjahre)
  • zwei Jahren nach Ende der betriebliche Tätigkeit (min. drei Einzahlungsjahre)
  • Antritt der Pension
  • nach fünf Jahre, in denen keine Pflicht bestand Vorsorgebeiträge zu leisten

Neben der Auszahlung gibt es auch weiteren Möglichkeiten wie z.B. eine Weiterveranlagung. Die einmalige Auszahlung des Betrages ist mit 6% zu versteuern.

Rechner

Hilfreich bei der Berechnung der zu erwartenden Vorsorge-Leistung ist der SVA-Vorsorgerechner.

Infoblatt

Den perfekten Überblick behalten Sie mit dem kompakten Informationsdokument zur Selbständigenvorsorge der SVA.

Dieser Artikel stammt von:

wiwiki.at