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Kammerumlage

Dieser eingehobene Betrag wird zur Finanzierung der Wirtschaftskammer (Kammerumlage 1 und 2) und deren Fachgruppen/-verbänden (Grundumlage) verwendet. Sind Sie selbstständig, so sind Sie automatisch Mitglied in der Wirtschaftskammer. Sie wird vom Finanzamt eingehoben und an die zuständigen Organisationen abgeführt.

Steuern Kammerumlage

Kammerumlage 1 (KU1)

Die Kammerumlage 1 ist von Ihnen als Mitglieder der WKO zu entrichten, wenn Ihr Umsatz 150.000€ übersteigt. Die Höhe beläuft sich auf 0,3‰ der Bemessungsgrundlage. Diese ist die Summe aus der Vorsteuer, Einfuhrumsatzsteuer, Erwerbssteuer und der Steuer aufgrund eines Übergangs der Steuerschuld. Den Betrag dürfen Sie um die Umsatzsteuer, die einen Eigenverbrauch oder eine Geschäftsveräußerung betrifft, reduzieren. Die KU1 ist von Ihnen als Mitglied selbst zu berechnen. Ein Monat und 15 Tage nach Quartalsende ist die KU1 zu bezahlen (also beispielsweise am 15. Mai).

Kammerumlage 2 (KU2)

Die Kammerumlage 2 (=Dienstgeberzuschlag zum Familienlastenausgleichsfond) ist von Ihnen als Mitglied der WKO zu entrichten, wenn Sie Mitarbeiter beschäftigen und somit mindestens Bruttolöhne von 1.460€ bezahlen (ansonsten können Sie den Betrag reduzieren). Die genaue Höhe des KU2-Satzes ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, beläuft sich aber auf etwa 0,4%. Als Grundlage für die Berechnung dient die Summe der Bruttolöhne. Die KU2 ist ebenfalls selbst zu berechnen und monatlich (bis 15. des Folgemonats) abzuführen.

Grundumlage

Eine Entrichtung der Grundumlage trifft Sie als Mitglied diverser Fachgruppen (Branchenvertretungen), z.B. Fachgruppe der Reisebüros. Fallen Sie mit Ihrem Unternehmen also in mehrere dieser Fachgruppen, so ist auch die Grundumlage mehrmals fällig. Die Höhe der Umlage ist individuell geregelt.

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wiwiki.at