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Beschäftigungsformen im Überblick

Hier beschäftigen Sie sich mit Beschäftigung. Es gibt in der Wirtschaft verschiedene Beschäftigungsformen. Das klassische Dienst- bzw. Arbeitsverhältnis ist das bekannteste. Aber auch hier gibt es zahlreiche Unterarten. Hier eine kurze Übersicht.

Klassisches Dienstverhältnis

Die gängigste Form der Beschäftigung ist das Dienst- oder auch Arbeitsverhältnis. Es funktioniert nach dem einfachen Prinzip:

Arbeitskraft gegen Entgelt
Der Dienstnehmer arbeitet – Sie als Dienstgeber bezahlen

Besonderes Charakteristikum eines Dienstverhältnisses ist die persönliche Abhängigkeit des Arbeitnehmers. Diese äußert sich z.B. durch eine festdefinierte Arbeitszeit sowie einen festgelegten Arbeitsort. Alle rechtlichen Ebenen (allgemeine Gesetze, Kollektivvertrag, Betriebsvereinbarungen) regeln die Rechte und Pflichten beider Parteien. Als individuell festgesetzte Vereinbarung ist ein Arbeits- bzw. Dienstvertrag aber zu empfehlen.

Besondere Arbeitsverhältnisse mit unterschiedlichen bzw. besonderen vertraglichen Vereinbarungen sind:

  • Befristetes Arbeitsverhältnis
  • Probedienstverhältnis
  • Kurzarbeit
  • Teilzeitarbeit
  • Fallweise Beschäftigung
  • Geringfügige Beschäftigung
  • Leiharbeit
  • Ferialarbeit
  • Saisonarbeit
  • etc.

 

Freies Dienstverhältnis

Grundsätzlich liegt auch hier dasselbe Prinzip (Arbeitskraft gegen Entgelt) vor. Bei diesem Verhältnis fehlt aber ganz klar, die für den Arbeitsvertrag so markante persönliche Abhängigkeit. Es geht deutlich freier zu. Arbeitszeit und -ort sind z.B. nicht fest definiert. Leistungen sind zu bringen – wie das genau geschieht ist nicht relevant. So kann sich ein freier Dienstnehmer z.B. auch durch eine fachlich qualifizierte Person vertreten lassen. Sozialrechtlich gibt es einige Unterschiede zum „normalen“ Dienstverhältnis. Alle Vereinbarungen sollten auch hier schriftlich in einem freien Dienstvertrag festgeschrieben sein.

Ausbildungsverhältnis

Bei  diesen Beschäftigungsformen steht vor allem der Ausbildungszweck (Vermittlung von Fähigkeiten und Wissen) im Vordergrund. Auch ein Lehrverhältnis ist unter die Ausbildungsverhältnisse einzuordnen. Lehrlinge dürfen/können natürlich entsprechend ihrer Kompetenzen im Betrieb eingesetzt werden. Im Unterschied zum Ferialarbeiter liegt bei Ferialpraktikanten eine verpflichtende praktische Ergänzung zur schulischen Ausbildung vor. Sie können entsprechend ihrer Fachrichtung Tätigkeiten übernehmen. Volontäre sind sowieso rein zum Sammeln neuer Erfahrungen im Betrieb.

Werkvertragsverhältnis

Bei diesem Verhältnis heißt es nicht Arbeitskraft gegen Entgelt, sondern Erfolg/Ergebnis gegen Entgelt. Ein Auftragnehmer verpflichtet sich mittels Werkvertrag bis zu einem bestimmten Datum ein Werk zu vollbringen. Der Auftraggeber honoriert dies. Auch hier fehlt die persönliche Abhängigkeit inklusive fixem Arbeitsort und definierter Arbeitszeit. Der Vertrag endet nach dem Erbringen des Erfolges von selbst. Der Werkvertragsnehmer arbeitet für gewöhnlich mit eigenen Mitteln und ist nicht im Unternehmen des Werkbestellers involviert.

Dieser Artikel stammt von:

wiwiki.at