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All-In-Verträge (Überstundenpauschale)

All-In-Verträge sind Dienstverträge, welche eine spezielle Vereinbarung betreffend die Überstunden beinhalten. Ganz allgemein können entstandene Überstunden auf drei verschiedenen Wegen abgerechnet werden:

  • Überstunden, einzeln abgerechnet (Standard)
  • Überstundenpauschale (wenn vertraglich festgesetzt)
  • Zeitausgleich (wenn vertraglich festgesetzt)

Hinweis:

Überstunden entstehen, wenn länger als die gesetzliche Normalarbeitszeit (täglich: 8 Stunden; wöchentlich: 40 Stunden) gearbeitet wird. Wird innerhalb der Normalarbeitszeit mehr gearbeitet als vereinbart (z.B. bei Teilzeit), so spricht man von Mehrarbeit.

Eine Überstundenpauschale soll – wie der Name schon beinhaltet – die durchschnittlich entstehenden Überstunden eines Arbeitnehmers pauschal abdecken. In der Lohnverrechnung stellt sie einen eigenen Aufschlag zum Basis-Bezug dar (=echte Überstundenpauschale).

Im Falle eines All-In-Vertrages wird die Vereinbarung aber abgeändert (=unechte Überstundenpauschale). Die Überstundenpauschale ist Teil des gesamten Bezuges und nicht extra in der Abrechnung ersichtlich. Es wird einfach mehr Entgelt ausbezahlt. Solche Vereinbarungen sind rechtlich zulässig.

Egal wie die Überstundenpauschale nun genau vereinbart ist, in keinem Fall dürfen Sie den Arbeitnehmer schlechter stellen, als es die rechtliche Grundlage (etwa der Kollektivvertrag) vorsieht, z.B. schlechter bezahlen oder länger arbeiten lassen.

Eine Überstundenpauschale kann bei durchschnittlich weniger geleisteten Überstunden nicht einfach von einer Seite gekürzt werden.

Dieser Artikel stammt von:

wiwiki.at