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Arbeitszeitaufzeichnungen

Sie als Dienstgeber sind für die Aufzeichnung der Arbeitszeit eines jeden Dienstnehmers verantwortlich. Aus den Aufzeichnungen müssen die Arbeitszeiten (täglich/wöchentlich) sowie die Ruhezeiten (täglich/wöchentlich; Anfang und Ende) ablesbar sein.

Ebenso muss schriftlich festgehalten werden, wenn Sie Arbeitnehmer während einer Ruhezeit oder an einem Feiertag beschäftigen. Hierbei sind Ort, Tätigkeit sowie Zeitspanne genau zu vermerken.

Erfassen Sie für Ihre Arbeitnehmer deren Arbeitszeit mittels eines Zeiterfassungssystems, haben die Mitarbeiter das Recht auf Einsicht sowie auf eine Kopie der Aufzeichnungen.

Häufig ist es der Fall, dass der Dienstnehmer selbst seine Arbeitszeit (z.B. mit einer entsprechenden Software; schriftlich analog oder digital) dokumentiert. Sie als Arbeitgeber bleiben aber für die korrekte Führung der Unterlagen zuständig, müssen die Aufzeichnungen einfordern sowie kontrollieren.

Ist eine fixe Arbeitszeit eingeteilt und schriftlich definiert, haben Sie als Arbeitgeber lediglich die Einhaltung für richtig zu erklären sowie Abweichungen zu dokumentieren.

Bei differenzierten Arbeitszeitmodellen (z.B. Gleitzeit) sind einige spezielle Angaben (z.B. Durchrechnungszeitraum) zu notieren. Unter Durchrechnung der Normalarbeitszeit ist folgendes zu verstehen: Die Normalarbeitszeit kann über einen gewissen Zeitraum (Durchrechnungszeitraum) verteilt und auch überschritten werden, darf aber durchschnittlich nicht über die gesetzliche (oder kollektivvertragliche) Grenze hinaus wandern.

Wie so oft gibt es auch hier Sonderregelungen für gewisse Arbeitnehmer oder Gruppen (z.B. Jugendliche). Dabei sind zusätzliche Angaben zu tätigen oder geänderte Vorschriften zu beachten.

Zwölf Monate sind die entsprechenden Aufzeichnungen aufzubewahren. Ausnahmen sind auch hier vorhanden. So beginnt diese Frist bei einer Durchrechnung der Normalarbeitszeit mit dem Ende des jeweiligen Zeitraumes.

Als Konsequenzen bei Verletzungen der jeweiligen Bestimmungen drohen Ihnen Strafen. Damit sparen Sie sich mit gut geführten und ordentlich abgelegten Arbeitszeitaufzeichnungen die eine oder andere Nervenzelle.

Rechtliche Grundlage zu dieser Thematik ist das Arbeitszeitgesetz (AZG).

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