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Datensicherung

Datensicherung bedeutet, dass die Erhaltung und Verfügbarkeit von Daten im Falle eines Verlustes gewährleistet werden kann. Von den Daten werden mehrfache Kopien erstellt – genannt „Backups“. So wird sichergestellt, dass die Daten nicht verlorengehen und immer eine Kopie vorhanden ist. Wir legen in diesem Beitrag den Schwerpunkt auf die elektronische Datensicherung.

Für Unternehmen ist es ganz besonders wichtig, da diese oft mit großen und wichtigen Datenmengen arbeiten. Das Verlorengehen von Daten verlangsamt Unternehmensprozesse und kostet dadurch Geld. Sie sollten Ihre Unternehmerdaten unbedingt in regelmäßigen Abständen – am besten natürlich täglich – sichern. Einhundert prozentige Sicherheit gibt es nicht – aber große Vorsicht schützt Sie vor unangenehmen Überraschungen. Spezialisten bieten Lösungen in diesem Bereich an, die unauffällig und schnell Sicherungen möglich machen.

Daten

Sichern Sie alle Daten, die Sie haben! Das ist klarerweise oft mit viel Zeitaufwand verbunden. Machen Sie daher regelmäßig kleinere Backups und in größeren Abständen Gesamtsicherungen. Sichern Sie vor allem die wichtigen Daten wie Verträge, Buchhaltung und Kundendaten. Vergessen Sie nicht auf Emails und/oder Datenbanken, da diese oft für den laufenden Geschäftsbetrieb sehr wichtig sind. Je mehr Daten an den unterschiedlichsten Orten gelagert – also gespeichert – sind desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie nicht verloren gehen.

Datenverlust

Die Gründe für Datenverlust sind vielfältig. Das kann durch bewusstes Eingreifen von außen (z.B. Diebstahl, Hacker-Angriffe, Computer-Viren…) oder auch durch selbstverschuldetes unabsichtliches Löschen und Überschreiben passieren. Auch unbeeinflussbare Gefahren wie Brände sind oft Ursache für Datenverlust. Viele dieser Gefahren können Sie durch technische und organisatorische Maßnahmen, wie z.B. Datensicherungen, abgewendet werden.

Sicherungsarten

Es gibt unterschiedliche Arten von Sicherungen, die unterschiedliche Zwecke verfolgen.

Volldatensicherung

Die gesamten Daten eines Laufwerks werden auf das Speichermedium kopiert. Der Speicherbedarf ist hierbei sehr hoch. Verknüpfungen können verloren gehen.

Speicherabbildsicherung

Bei dieser Art wird ein vollkommen gleichwertiges Abbild des Systems auf den Datenträger. Vorteil ist dabei, dass das gesamte Dateisystem mit Betriebssystem und Einstellungen gesichert wird und deshalb bei einem Verlust schnell wieder hergestellt werden kann.

Differenzielle Datensicherung

Dieser Sicherungsart setzt eine Volldatensicherung voraus, weil nämlich die Daten verglichen werden. Nur die veränderten und neu erstellten Dateien werden zur bestehenden Sicherung hinzugefügt, was viel Zeitersparnis bringt.

Inkrementelle Datensicherung

Funktioniert ähnlich wie die differenzielle Sicherung. Jedoch werden hier die einzelnen Teile miteinander verkettet, was zwar zu noch geringerem Speicherplatz führt, aber bei einer vollständigen Wiederherstellung der Daten zu Problemen führt.

Hierfür gibt es verschiedene Strategien um ein effizientes Management zu garantieren. Beispielweise sind Speichermedien nicht unbegrenzt verfügbar, deshalb können Sie so vorgehen, dass Sie immer die älteste Sicherung durch die neueste überspeichern. Weitere Strategie kann sein, dass Sie gewisse Zeiträume in Sicherungen festhalten.

Software

Einzelne Dateien können Sie durch einfaches Kopieren sichern. Größere Datenmengen und Inhalte wie Datenbanken sollten aber mithilfe eines Backup-Programms sichern. Damit sind Sicherungen ohne Ihr ständiges Zutun möglich und können außerhalb der Arbeitszeit durchgeführt werden. Teure, speziell angepasste Backup-Software für komplexere Speicherungsvorgänge (z.B. Datensynchronisation) ist erst für Unternehmen mit vielen Computern und wertvollen Daten zu empfehlen. Es gibt neben zahlreichen freien Programmen auch günstige Systeme größerer IT-Dienstleister.

Hardware

Zentrale Server auf die jeder einzelne PC-Nutzer zugreifen kann sind in der Praxis eine sehr beliebte Lösung. Zwar befinden sich die Daten, dann nur an diesem einen Ort, aber so müssen Sie auch nur Sicherungen vom diesem einen Ort machen. Zudem kann jeder einzelne Nutzer seinen PC als Speicherort verwenden. Zugriffsrechte auf den Server lassen sich hierbei einschränken. Speicherprozesse können auf Grund der vielen Nutzer jedoch sehr langsam sein. Bei vielen Mitarbeiten empfiehlt sich deshalb ein professioneller Speicherserver. Für Sicherungen ist aber ein mobiles Speichermedium ratsam, da es transportabel ist und so außerhalb Ihres Betriebes gelagert werden kann.

Auch Clouds (Online-Speicher) sind für Datensicherungen geeignet. Dabei werden die Daten eigentlich auch nur auf einen externen Server gespeichert. Dieser ist mit festgelegten Zugriffsdaten über eine Webseite abrufbar, was den Vorteil hat das jedes internetfähige Gerät, die Daten abrufen kann. Viele solche Dienste gelten nicht als besonders sicher. Eine Verschlüsselung vor dem Hochladen in die Cloud ist deshalb sinnvoll. Mehr über Cloud Computing

Tipps/Hinweise

  • Führen Sie in regelmäßigen Abständen Sicherungen durch.
  • Häufige Zwischenspeicherungen minimieren das Risiko von großen Datenverlusten.
  • Sicherungen sind Nachtaktionen.
  • Bewahren Sie Ihre Sicherungen nicht in Ihrem Unternehmen auf.
  • Lagern Sie Sicherungen auswärts (z.B. Bankschließfach, Zuhause, Geschäftspartner…)
  • Prüfen Sie Ihre Backups auf Fehler und Funktionsweise.
  • Üben Sie eine Wiederherstellung bei einem simulierten Datenverlust.
  • Verwenden Sie unterschiedliche Speichermedien.
  • Gehen Sie mit Ihren Datenträgern (auch PCs) sorgsam um.
  • Speichermedien mögen’s kühl und trocken.
  • Datenträger sind Vampire – (direkte) Sonneneinstrahlung vermeiden!
  • Nutzen Sie den „Papierkorb“ – von dort können Daten bei Bedarf wiederhergestellt werden.
  • Um Überblick zu behalten kann ein Sicherungsplan (Wann? Was? Wie? Wo?) helfen.

Dieser Artikel stammt von:

wiwiki.at