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Bilanzkennzahlen allgemein

Unter Bilanzkennzahlen versteht man errechnete Werte aus der Bilanz, die dann mit der richtigen Interpretation gewisse Aussagen über die wirtschaftliche Lage Ihres Unternehmens zulassen (=Bilanzanalyse). Kennzahlen schaffen hierbei aufgrund einzelner Werte mehr Übersicht als die Bilanz selbst. Dadurch können Sie Schwachpunkte feststellen. Je mehr Kennzahlen Sie ermitteln, desto genau kann das Urteil ausfallen. Die Bewertung erfolgt mit einer vordefinierten Skala, z.B. nach Schulnoten.

Mittels Kennzahlen soll verglichen werden:

  • Zustand bzw. Lage Ihres Unternehmens in der Vergangenheit vs.  in der Gegenwart
  • Ihr Unternehmen vs. Branchenvertretern bzw. Konkurrenten
  • Ihre geplanten Ziele vs. den erreichten Zielen

Über folgende Bereiche geben Bilanzkennzahlen überblicksmäßig Auskunft:

  • Geldfluss bzw. Liquidität (z.B. Cashflow)
  • Finanzierung (Eigenkapital, Fremdkapital)
  • Vermögen (Anlage- und Umlaufvermögen)
  • Rentabilität
  • Umschlagshäufigkeit und -dauer
  • Ergebnisse (Umsatz, Gewinn, etc.)

Hinweis:

Beachten Sie, dass nicht immer mit den identischen Zielsetzungen (z.B. möglichst hoher Gewinn; möglichst niedriger Gewinn um Steuern zu sparen) eine Bilanz erstellt wird. Die Kennzahlen können somit etwas verfälscht sein. Auch Vergleiche täuschen möglicherweise auf Grund dieser unterschiedlichen Herangehensweisen.

Weiters sollten Sie beachten, dass durch die Kennzahlen ein Unternehmen lediglich anhand von Zahlen bewertet wird - einen guten Ruf oder Mitarbeiterzufriedenheit können Sie hier nicht ablesen. Sinnvoll ist ein Vergleich bzw. eine Beobachtung der Kennzahlen über mehrere Jahre. Gehen Sie sorgfältig und genau vor um Fehlinterpretationen zu vermeiden.

Beschönigen Sie Ihr Wirtschaften nicht – die Aussagekraft der Ergebnisse geht ansonsten verloren!

Dieser Artikel stammt von:

wiwiki.at