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Crowdfunding

Am besten lässt sich die neu aufgekommene Finanzierungsform Crowdfunding mit dem Wort Schwarmfinanzierung übersetzen. Dabei finanziert eine Vielzahl an Investoren mit kleineren Beträgen eine Businessidee oder ein Projekt. Besonders neugegründete Unternehmen bzw. Start-Ups versuchen so an Kapital zu kommen. Aber auch bestehende kleiner Unternehmen können für ein bestimmtes Projekt so effektiv an Geld kommen. Bei den meisten Arten von Crowdfunding ist eine Rückzahlung der Beträge nicht vorgesehen. Crowdfunding ist erst seit einigen Jahren richtig populär geworden, da es über diverse Internetplattformen funktioniert. Der große Vorteil dabei: Das Risiko wird gestreut, weil mehrere darin investieren und nicht nur ein großer Investor.

In den vielen Fällen bekommen die Investoren keine gleichwertige Gegenleistung für ihren finanziellen Beitrag. Dieses Finanzierungsinstrument ist relativ neu, aber legal.

Voraussetzungen

Nicht für jedes Projekt ist für Crowdfunding geeignet. Es bedarf einer karikativen, innovativen oder kreativen Idee, die leicht vermittelbar ist, damit es Menschen als unterstützenswert einstufen. Zudem sollten Investoren schon zu Beginn einen Mehrwert für sich erkennen, z.B. eine kleine Gegenleistung für ihre Investition bekommen.

Funktionsweise

Sie haben eine Idee, doch für die Umsetzung fehlt Ihnen das nötige Kleingeld? Auf Crowdfunding-Plattformen – es gibt mittlerweile schon zig verschiedene Webseiten dafür – werben Sie um Beiträge für die Finanzierung Ihres Objektes. Dabei stellen Sie Ihre konkreten Pläne vor, z.B. in einem Video. Sie legen ein Zielbetrag (=Fundierungsschwelle) fest, denn Sie erreichen möchten. Liegt die von Ihnen lukrierte Geldmenge darunter, erhalten die Geldgeber den Betrag zurückerstattet. Um den Zielbetrag problemlos zu erreichen, müssen Sie in dieser Zeit, aktiv werben. Am besten natürlich online über sozialen Netzwerken, Foren oder passenden Webseiten.

Arten von Crowdfunding

In den letzten Jahren haben sich vier große Modelle unter dem Allgemeinbegriff Crowdfunding herauskristallisiert.

Investieren in eine gute Tat:

  • Besonders in der Kreativ- und Kulturbranche
  • Sehr geringe Beträge
  • Keine Gegenleistung an den Geldgeber

 

Geld für eine Anerkennung:

  • Geldgeber erhalten Anerkennung in gegenständlicher oder ideeller Form
  • B. frühe Nutzungsmöglichkeit oder kleines Goodie
  • aber keine Rückzahlung

 

Geldvermehrung durch Verzinsung:

  • funktioniert wie ein Kredit, also Geldverleih
  • der investierte Betrag wird mit Zinsen in einer vorgegebenen Laufzeit zurückbezahlt

 

Beteiligung vieler Investoren:

  • der Geldgeber erhält einen kleinen Anteil am Unternehmen (Stichwort: Genussschein)
  • funktioniert wie ein stiller Gesellschafter (können maximal Einlage verlieren)

Vorteile von Crowdfunding

  • Kein Mitspracherecht der Investoren – Sie haben volle Entscheidungsfreiheit.
  • Menschen, die investieren machen auch oft für das Projekt Werbung.
  • Sie erhalten teilweise wertvolles Feedback von Investoren.
  • Meist keine Rückzahlung des Geldes, wenn Projekt floppt.

Nachteile von Crowdfunding

  • Nicht für alle Ideen geeignet.
  • Starke Bewerbung der Idee nötig um an Geld zu kommen.
  • Aufgrund der kleinen Beiträge müssen Viele überzeugt werden.
  • Großer Verwaltungsaufwand bei Nicht-Überschreiten der Finanzierungsschwelle möglich.

Dieser Artikel stammt von:

wiwiki.at