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Schätzung

Eine Schätzung in Bereich der Gewinnermittlung ist nicht anstrebenswert. Die Bemessungsgrundlage (=der Gewinn) für die Berechnung der Steuern wird geschätzt, weil diese nicht ordnungsgemäß ermittelt werden kann. Der Grund: Sie haben Ihre Aufzeichnungspflichten nicht erfüllt.

Vorgehen

Bei einer Außenprüfung durch die zuständige Behörde wurde festgestellt, dass keine Aufzeichnung über die Ermittlung des Gewinns vorliegt oder diese grobe Mängel aufweisen.

Der Prüfer bzw. die Behörde kann dann die gesamte Bemessungsgrundlage oder Teile davon schätzen. Dabei versucht man den tatsächlichen Werten natürlich möglich nahe zu kommen, doch eine Schätzung wird meist nicht zu Ihrem Gunsten ausfallen. Ein Steuernachteil wird entstehen. Empfindliche Steuernachzahlungen können entstehen.

Schätzungsmethoden

Folgende Methoden können für die Schätzung der Bemessungsgrundlage herangezogen werden. Die auserwählte Methode soll das Ziel erfüllen, die tatsächliche Steuerpflicht möglichst genau zu ermitteln.

  • Äußerer Betriebsvermögensvergleich: Als Orientierung für die Schätzung dienen vergleichbare anderer Betriebe. Aufgrund rechtlicher Hürden scheitert diese häufig.
  • Innerer Betriebsvermögensvergleich: Werte aus den Vorjahren desselben Betriebes werden als Grundlage herangezogen.
  • Kalkulatorische Schätzung: Gewisse Zahlen wie ein Teilumsatz werden mit gewissen Aufschlägen auf eine anzunehmende Basis geschätzt. Berücksichtigt werden dabei branchenspezifische und betriebliche Verhältnisse.
  • Schätzung nach Lebensaufwand: Einfluss auf die Schätzung nehmen hier persönliche, familiäre und wirtschaftliche Faktoren.
  • Sicherheitszuschlag: Zu niedrig ausgewiesene Besteuerungsgrundlagen werden durch diesen Zuschlag ausgeglichen.

Anwender

Bei allen mit nicht oder nicht ordnungsgemäß geführten Büchern und Aufzeichnungen. Muss bzw. wird hoffentlich nicht in Ihrem Fall angewandt – weil für Sie wohl ein Steuernachteil entstehen wird.

Dieser Artikel stammt von:

wiwiki.at