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Pauschalierung

Die Gewinnermittlungsart der Pauschalierung ist nur für gewisse Unternehmer anwendbar und empfehlenswert. Das kommt in erster Linie darauf an, ob Sie sich durch eine Pauschalierung Steuern sparen. Hierbei werden ein Teil der Betriebsausgaben mittels eines Durchschnittssatzes angesetzt. Das ist, wie vermuten lässt, nicht besonders genau. Pauschalierung ist auch bei der Umsatzsteuer möglich.

Voraussetzungen

Diese Faktoren sind Voraussetzung für das Anwenden einer Pauschalierung:

  • Als Gewinnermittlungsart muss nicht die doppelte Buchhaltung geführt werden.
  • Im Vorjahr darf die jeweilige Umsatzgrenze (branchenabhängig) nicht überschritten worden sein.
  • Bei Neueröffnung: Die Umsatzgrenze wird im aktuellen (ersten) Jahr nicht erreicht.
  • Keine Bindungswirkung (=beim Wechsel der Gewinnermittlungsart ist eine Pauschalierung erst wieder nach fünf Jahren gestattet)

Aufzeichnungen

Die Aufzeichnungen sind ähnlich wie bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Ein Anlagenverzeichnis muss allerdings nicht mehr geführt werden. Es macht aber Sinn dieses weiterzuführen, weil es in naher Zukunft zu einem Wechsel der Gewinnermittlungsart kommen kann. Großer Pluspunkt einer Pauschalierung ist das für die Ausgaben, die mittels des festgesetzten Prozentsatzes ermittelt werden, keine Belege notwendig sind.

Arten

Basispauschalierung: Hierbei beträgt der Prozentsatz 12% (max. 26.400€) der Nettoeinnahmen. Bei einige Tätigkeiten wie z.B. als Wissenschaftler oder Vortragender sinkt diese Zahl auf 6% (max. 13.200€).

Branchenpauschalierung: Bei dieser Art der Pauschalierung sind von der Branche abhängige unterschiedliche Prozentsätze festgelegt. Übt Ihr Unternehmen eines dieser Gewerbe aus, so ist diese Art zulässig.

Funktion

Grundsätzlich werden gewisse Ausgaben über einen definierten Prozentsatz von den Nettoeinnahmen berechnet. Es muss also eine Aufzeichnung der Umsätze passieren. Ausgehend von den erwirtschafteten Einnahmen (netto) wird dann dieser Prozentsatz ermittelt. Dieser deckt viele Betriebsausgaben ab. Zusätzlich dürfen Sie auch z.B. auch noch Löhne inkl. Lohnnebenkosten, Ausgaben für Waren oder Selbstständigen-Sozialversicherungsbeiträge abziehen. Das ist eine ganz simple Subtraktionsrechnung, die den zu versteuernden Gewinn als Ergebnis hervorbringt.

Anwender

Die Pauschalierung ist für die manche Unternehmen als günstige (=wegen eventueller Steuerersparnis) Gewinnermittlungsart wählbar. Umsatz und Rechtsform sind hier die entscheidenden Kriterien.

Vor- und Nachteile der Pauschalierung

Vorteile:

  • Mögliche Steuerersparnis
  • Teilweise keine Belege notwendig
  • Einfache Berechnung

Nachteile:

  • Ungenau

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