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Gewinnermittlung in der Landwirtschaft

Landwirte sind auch eine Art Unternehmer. Daher muss eine Gewinnermittlung stattfinden. Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die je nach Einheitswert und Umsatz anzuwenden sind.

Eine Vollpauschalierung darf unter folgenden Voraussetzungen durchgeführt werden:

  • Einheitswert von bis zu € 75.000
  • maximal 60 Hektar reduzierte landwirtschaftliche Nutzfläche
  • weniger als 120 Vieheinheiten
  • weniger als zehn Hektar an bestimmten Obstkulturen

Als Ausgaben werden pauschal 42% des Einheitswertes angenommen. Einige weitere Posten wie z.B. die Sozialversicherung und Pachtzinsen können noch zusätzlich abgezogen werden.

Die Alternative zur Vollpauschalierung nennt sich Teilpauschalierung. Hier werden die gesamten Einnahmen erfasst, die Ausgaben werden pauschal berücksichtigt. Die Möglichkeit der Teilpauschalierung entfällt aber, wenn der Einheitswert eines Betriebes am 1.Jänner eines Jahres € 130.000 oder der Umsatz in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren jeweils € 400.000 übersteigen. Es besteht ein weiteres Jahr später die Pflicht Bücher zu führen.

In vielen Fällen kann es Sinn machen, auf die Pauschalierung zu verzichten und sich freiwillig für eine Gewinnermittlung mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung bzw. doppelter Buchhaltung zu entscheiden. Bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung errechnet sich der Gewinn aus den Betriebseinnahmen abzüglich der Betriebsausgaben – jeweils nach dem Zu- und Abflussprinzip. Bei der doppelten Buchhaltung werden auch Wertschwankungen des Betriebsvermögens erfasst.

Hinweis:

Wichtig zu beachten ist jedoch, dass man dann fünf Jahre lang nicht mehr zur Pauschalierung zurückwechseln kann.

Welche Art der Gewinnermittlung für Sie als Landwirt die günstigste ist, kann durch genaue Berechnung und Beratung ermittelt werden.