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Ausnahmen von der Aufbewahrungspflicht

Aufbewahrungspflicht Ausnahmen

Die grundsätzliche Aufbewahrungspflicht im Steuerrecht beträgt sieben Jahre. Doch es gibt einige Ausnahmen. Für einige Unterlagen gibt es längere Aufbewahrungspflichten:

  • Unterlagen, die Grundstücke betreffen, für die Vorsteuer geltend gemacht wurde sind 22 Jahre aufzubewahren.
  • Unterlagen zu Umsätzen im Zusammenhang mit bestimmten elektronisch erbrachten Dienstleistungen, Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen sind 10 Jahre aufzubewahren.
  • Unterlagen, die ein laufendes Berufungsverfahren, ein gerichtliches oder sonstiges behördliches Verfahren betreffen, sollte man keinesfalls vernichten solange das Verfahren dauert, bzw. bis alle Rechtsmittelfristen abgelaufen sind.
  • Personalstammdaten (Name der Dienstnehmer, Beschäftigungszeiten, Berufsbezeichnung usw.) sind 30 Jahre aufzubewahren, da jeder Dienstnehmer einen 30-jährigen Anspruch auf Ausstellung eines Dienstzeugnisses hat.
  • Unterlagen, die den Kauf eines privaten Grundstücks betreffen, sollte man nicht vernichten, da man sie bei einem späteren Verkauf für die Berechnung des Veräußerungsgewinnes braucht.

Hinweis:

Dokumente können auch elektronisch aufbewahrt werden. Voraussetzung dafür ist aber eine vollständige, geordnete, inhaltsgleiche und urschriftgetreue Wiedergabe, die gewährleistet sein muss.

Die Frist beginnt nach Ende des jeweiligen Kalenderjahres. Bei abweichendem Wirtschaftsjahr (d.h. sie bilanzieren nicht am 31.12.) nach Ablauf des Kalenderjahres in dem das Wirtschaftsjahr endet.