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Kassabuch

Für Sie als Unternehmer besteht die Pflicht alle Bareinnahmen und Barausgaben übersichtlich und nachvollziehbar zu dokumentieren. Eine Möglichkeit dazu ist das berühmte Kassabuch. Es ist ein Nebenbuch der doppelten Buchhaltung. Im Kassabuch sind alle baren Geldbewegungen aufgezeichnet.

Hinweis:

Ein Kassabuch kann nicht ins Minus. Bargeld kann nicht weniger wie Null sein, denn ist keines vorhanden können Sie auch keines ausgeben. Sagen Ihre Aufzeichnungen allerdings etwas anderes, so wird das Finanzamt hellhörig, weil es unversteuerte Einnahmen vermutet. Die möglichen Konsequenzen – wie beispielsweise eine Schätzung der Einnahmen - werden Ihnen nicht gefallen.

Führung eines Kassabuches

Die wenigsten Unternehmer führen heute ein analoges Kassabuch. Wie so viele Aufzeichnungen wird auch das Kassabuch schneller und einfacher mittels geeigneter Software erstellt. Bei der Auswahl der Software ist darauf zu achten, dass keine nachträglichen Änderungen mehr möglich sein dürfen (=Grundregel der Buchhaltung). Tabellenkalkulationsprogramme sind deshalb nicht optimal. Anbieter geeigneter Lösungen gibt es genug. Ob analog oder digital, jedes Kassabuch funktioniert prinzipiell gleich.

Die Bewegungen des Bargeldes in der Kassa sind täglich und in chronologischer Reihenfolge festzuhalten. Reichen Sie die ordentlich geführten Dokumentationen in regelmäßigen Abständen weiter, damit die Vorgänge entsprechend verbucht werden können.

Eintragungen ins Kassabuch

Ein Kassabuch-Blatt ist weitaus weniger komplexer als Sie vielleicht erwartet haben. Folgende Informationen sind darauf ersichtlich.

Datum
Die Vorgänge sind in der zeitlich richtigen Abfolge festzuhalten.

Belegnummer
Dieser Eintrag verweist auf den Beweis für die Geldbewegung.

Text
Hier sollten Sie beschreiben, was passiert ist.

Einnahmen
Was wurde an diesem Tag in die Kassa rein gegeben (Nettobetrag).

Umsatzsteuer
Um sofort die Steuer zu wissen, ist es ratsam diese extra anzuführen.

Ausgaben
Hier steht, das was Sie bar bezahlt haben (Nettobetrag).

Vorsteuer
Auch die in den Ausgaben enthaltene Vorsteuer bekommt eine Spalte.

Abschluss eines Kassabuches

Im unteren Abschnitt des Kassabuches erfolgt dann der Abschluss. Dort wird der aktuelle Betrag (=Endbestand) in der Kassa errechnet. Dieser stimmt hoffentlich mit dem tatsächlich vorhandenen Geldbetrag in der Kassa am Ende des dokumentierten Tages überein. So geht’s.

Schritt 1

Tragen Sie in der Zeile „Übertrag Steuern“ jeweils in den Spalten „Umsatzsteuer“ und „Vorsteuer“ die Summen der enthaltenden Steuern ein.

Schritt 2

Übertragen Sie die gerade errechneten Beträge in die rechts angrenzende Spalte.

Schritt 3

Bilden Sie in der Zeile „Summe aktuelles Blatt“ die Summe der gesamten „Einnahmen“-Spalte inklusive dem Eintrag in der Zeile „Übertrag Steuern“.

Schritt 4

Bilden Sie in der Zeile „Summe aktuelles Blatt“ die Summe der gesamten „Ausgaben“-Spalte inklusive dem Eintrag in der Zeile „Übertrag Steuern“.

Schritt 5

In der Zeile Anfangsbestand gehört die zu Tagesbeginn vorhandene Geldmenge bzw. der am vorigen Blatt errechnete Endbestand eingetragen.

Schritt 6

Der Endbestand ergibt sich nun folgendermaßen: (Summe der Einnahmen – Summe der Ausgaben) + Anfangsbestand. Er ist der Anfangsbestand für das nächste Blatt (=nächster Tag).

Vermerke am Kassabuch

Auf jedem Blatt sollte der jeweilige Bearbeiter ersichtlich sein. Dieser prüft den durchgeführten Abschluss des Kassabuches auf Richtigkeit und Ordnung. Das Berechnen von Kontrollsummen ist zudem ratsam (Endbestand – Anfangsbestand = Einnahmen – Ausgaben). Vermerken Sie diese Daten am Blatt.

Tageslosung

In Zusammenhang mit dem Kassabuch fällt oft der Begriff Losung oder auch Tageslosung. Dieser Begriff meint die gesamten baren Einnahmen, die Sie durch das verkaufen Ihrer Dienstleistungen und/oder Waren erwirtschaften.

Dieser Artikel stammt von:

wiwiki.at