Dr. Elisabeth Pschera - Steuerberatungskanzlei

Leoben
Steuern
StartUp

Adresse

Gösserstraße 60
8700 Leoben / AUSTRIA
T +43 3842 23715
F +43 3842 23715 4
E office@kanzlei-pschera.at
W www.kanzlei-pschera.at

Kurzbeschreibung

ÜBERLASSEN SIE UNS DIE AUFGABEN, DIE SIE VON IHRER EIGENTLICHEN ARBEIT ABHALTEN

Wir verbinden Flexibilität und Klientennähe einer klassischen Steuerberatungskanzlei, mit der fachlichen Expertise einer Boutique-Kanzlei.
Wenn Finesse, Entschlossenheit und Erfahrung zusammenwirken, kann ein schwerer Brocken in die gewünschte Richtung bewegt werden. Das Geheimnis ist die Bündelung der Kräfte und die Bereitschaft, ausgetretene Pfade zu verlassen und Neuland zu betreten.
Das Fachwissen und die Kompetenz unserer Kanzlei erlauben uns in der Praxis eine schnelle Analyse der Zusammenhänge, auch bei komplexen Sachverhalten. Dabei können wir auf unsere vielfältigen, langjährig aufgebauten Kontakte zurückgreifen. Auf dieser Basis können wir effektiv eine Strategie entwickeln, die Ihre Ziele umsetzt .
Wir vertreten die Interessen unserer Klienten stets optimal und schnüren für jedes Klienten ein passendes Paket, das Gründlichkeit, Verbindlichkeit, Geschwindigkeit und Kommunikation enthält. Zu unserem Stil gehört es auch, jeden Klienten flexibel, effizient und mit der Nähe zum Klienten zu betreuen.
Wollen Sie erfahren, was uns von anderen unterscheidet? Dann schauen Sie auf unsere Homepage und lernen Sie uns und unsere Kooperationspartner kennen, schreiben Sie uns oder rufen Sie einfach an!

7
Mitarbeiter
1994
Seit

Kompetenzen

FÜR JEDEN KLIENTEN EINE INDIVIDUELLE RUNDUM-BERATUNG

Wir bieten alle unternehmensrelevanten Beratungsleistungen aus einer Hand. Wir beraten Unternehmer ganzheitlich in allen steuerlichen, rechtlichen*, wirtschaftlichen, organisatorischen und finanziellen Aspekten ihrer Tätigkeit.
Und dies in allen Unternehmensphasen: von der Gründung über die Expansion bis zur Unternehmensnachfolge.
Unsere Klienten sind Klein- und Mittelbetriebe, Selbständige und Freiberufler aller Branchen. Darüber hinaus beraten wir auch Privatpersonen wie z.B. Arbeitnehmer und Senioren.

STEUERBERATUNG

Steuerberatung ist unsere Kernkompetenz – und das seit über 20 Jahren. Wir beraten Unternehmen, Selbständige und Freiberufler aller Branchen zu allen steuerlichen Aspekten ihrer unternehmerischen Tätigkeit. Wir als Ihre Steuerspezialisten unterstützen Sie beim Ausschöpfen Ihrer steuerlichen Möglichkeiten und der Senkung Ihrer Steuerbelastung, bei der Erfüllung Ihrer steuerlichen Pflichten genauso wie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte.
Wir unterstützen Sie mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig darauf zu reagieren. Deshalb helfen wir Ihnen beim Aufbau eines intelligent strukturierten, modernen und transparenten Rechnungswesens – egal, ob dieses im eigenen Haus geführt oder an uns ausgelagert wird.
Und in Kooperation mit Partner-Rechtsanwälten unterstützen wir Sie auch bei sämtlichen Fragen zu Kündigungen, Verträgen, Forderungsinkasso u.v.m. Damit sind unsere Klienten auch in rechtlichen Angelegenheiten immer auf der sicheren Seite.

Unsere Steuerberatungsleistungen im Überblick:

  • Laufende Steuerberatung
  • Laufende Buchhaltung und Personalverrechnung
  • Erstellung von Jahresabschlüssen: Bilanz bzw. Einnahmen-Ausgaben-Rechnung
  • Erstellung von Steuererklärungen für Unternehmen, juristische Personen und Privatpersonen
  • Steuerplanung zur Senkung der Steuerbelastung
  • Arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Beratung
  • Vertretung vor Abgabenbehörden und vor den Bundesfinanzgerichten
  • Vertretung im Finanzstrafverfahren
  • Rechtsmittel in Steuerangelegenheiten
  • Abwicklung von Betriebsprüfungen
  • Sanierungsberatung
  • Beratung bei der optimalen Rechtsform aus steuerrechtlicher und zivilrechtlicher Sicht
  • Planung von Neu- und Umgründungen sowie Liquidationen
  • Steuerliche Aspekte im Rahmen des Kaufes und Verkaufes von Unternehmen
  • Steuerliche Aspekte im Rahmen des Kaufes, der Vermietung und der Sanierung von Immobilien
  • Erbschafts- und Unternehmensnachfolgefragen
  • Beratung in Zusammenhang mit Mitarbeiterbeteiligungen
  • Steuergutachtliche Tätigkeiten

WIRTSCHAFTSBERATUNG

Der Alltag des Unternehmers besteht nicht nur aus Buchhaltung, Lohn- und Gehaltsverrechung, Jahresabschlusserstellung und Kostenrechnung.
Von der Existenzgründung über Erfolgsaufbau und -sicherung bis hin zu einer Nachfolgeregelung: Wir sind der ideale Partner für kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und Freiberufler aller Branchen. Wir helfen Ihnen, Herausforderungen rechtzeitig zu erkennen, um angemessen darauf reagieren zu können.
Wir beraten unsere Klienten bei Umstrukturierungen, Innovationsstrategien, Investitionsfragen und Finanzierungsfragen. Wir analysieren strategische und operative Rahmenbedingungen, entwickeln erfolgreiche Strategien und Maßnahmen und setzen diese um. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir Geschäftsmodelle, finden die passende Finanzierung, bringen so das Potenzial Ihres Unternehmens zutage und entwerfen im Ernstfall effektive Sanierungspläne.
Nutzen Sie die Synergien unseres Wissens um die Besonderheiten ganz unterschiedlicher Branchen. Unsere Klienten kommen u.a. aus den Bereichen Dienstleistung, Handel, Gewerbe und Gesundheitswesen. Wir beraten ganzheitlich und klientenorientiert.

Unsere Leistungen umfassen:

  • Auswahl geeigneter Rechnungswesensysteme
  • Mithilfe und Unterstützung bei der Einführung neuer Systeme
  • Mithilfe bei Investitionsentscheidungen
  • Kostenplanung und –analyse
  • Unternehmensanalyse
  • Strategieberatung- Strategieentwicklung,- planung und Umsetzung
  • Personalberatung – Personalkonzepte- Organisationsentwicklung
  • Umstrukturierung
  • Führen und Begleitung von Bankverhandlungen

WIRTSCHAFTSMEDIATION

In den vielfältigen Arbeitsbereichen entstehen täglich eine Vielzahl von Konflikten, wenn Menschen mit unterschiedlichem Charakter, Vorstellungen, Meinungen und Bedürfnissen aufeinander treffen oder zusammenarbeiten. Der professionelle und konstruktive Umgang mit Konflikten ist besonders wichtig, weil es regelmäßig um viel Geld, wertvolle Zeit und letztlich auch um eine Menge persönlicher Ressourcen geht. Nicht selten nehmen lange und schwere Auseinandersetzungen existenzgefährdenden Charakter an.
Mediation stellt eine strukturierte, außergerichtliche Konfliktbeilegung durch methodisch kompetente Außenstehende dar. Der Mediator als neutraler, unabhängiger und allparteilicher Dritter bietet den Konfliktparteien einen Rahmen für ein konstruktives Gespräch, in dem alle Meinungen, Bedürfnisse und Sichtweisen ausgesprochen und auch gehört werden.
Mediation ist eine echte Alternative zum Gang vor den Richter. Mediation versucht mit den Konfliktparteien praktikable und dauerhafte Lösungen zum Vorteil beider Seiten zu erarbeiten.
Konflikte sind Problem und Chance zugleich- es kommt darauf an, wie man mit ihnen umgeht. Mit Hilfe eines Mediators soll ein stockender oder festgefahrener Konflikt wieder in Gang gesetzt werden. Die Voraussetzungen sind, dass sich die Parteien freiwillig an einen Tisch setzen und die Mediation als Weg der alternativen Konfliktlösung akzeptieren. Oft gelingt es bereits nach wenigen Mediationssitzungen den Konflikt zu lösen und die Beziehung der Konfliktpartner auch für die Zukunft positiv zu gestalten.

Welche Konflikte der Wirtschafts- und Arbeitswelt eigenen sich für Mediation?

Ausserbetrieblich:

  • Betriebsübergaben,
  • Erbschaftsregelungen
  • Konflikte zwischen Unternehmen
  • Konflikte zwischen Gesellschaftern
  • Konflikte mit Versicherungen
  • Betriebsübergaben
  • Vertrags-, Zahlungs- und Gewährleistungskonflikte mit Lieferanten/Kunden

Innerbetrieblich:

  • Mobbing
  • Konflikte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer oder zwischen mehreren Arbeitnehmern
  • Kündigungen
  • Abteilungsstreitigkeiten
  • Betriebsübernahmen

ÄRZTE UND GESUNDHEITSBERUFE

Unsere Spezialisierung beginnt dort, wo der Generalist an seine Grenzen stößt. Unsere Philosophie ist es, uns Spezialgebieten entweder voll zu widmen oder gar nicht in unser Leistungsspektrum aufzunehmen.
Eines der von uns betreuten Spezialgebiete, auf welchem wir in der Zwischenzeit schon umfangreiche Praxiserfahrung sammeln konnten, ist das Thema Ärzte und Gesundheitsberufe.
Wir bieten alle relevanten Beratungsleistungen aus einer Hand. Wir beraten ganzheitlich in allen steuerlichen, rechtlichen*, wirtschaftlichen, organisatorischen und finanziellen Aspekten ihrer Tätigkeit.

Und dies in allen Unternehmensphasen: von der Gründung über die Expansion bis zur Nachfolge.

Wir betreuen insbesondere:

  • Ärzte
  • Zahnärzte
  • Psychologen
  • Physiotherapeuten
  • Logopäden
  • Ergotherapeuten
  • Diaetologen
  • Masseure und Heilmasseure
  • Zahntechniker
  • Privat-Ambulatorien und –krankenanstalten
  • Tierärzte und
  • andere Medizinberufe.

IMMOBILIEN

Unsere Spezialisierung beginnt dort, wo der Generalist an seine Grenzen stößt. Unsere Philosophie ist es, uns Spezialgebieten entweder voll zu widmen oder gar nicht in unser Leistungsspektrum aufzunehmen.
Eines der von uns betreuten Spezialgebiete, auf welchem wir in der Zwischenzeit schon umfangreiche Praxiserfahrung sammeln konnten, ist das Thema der Immobilien und deren Besteuerung.
Investitionen in Immobilien haben in den letzten Jahren besonders an Bedeutung gewonnen. Wir beraten unsere  Klienten über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie- vom Ankauf, über die laufende Bewirtschaftung/Nutzung und bei der Verwertung - in sämtlichen steuerlichen Belangen. Nur eine ganzheitliche Beratung unter Einbeziehung von baufachlichem, betriebswirtschaftlichem, steuerlichem und rechtlichem Know-how sichert langfristig die Erträge und damit die Wertstabilität der Immobilie.

Unsere Leistungen:

  • Laufende steuerliche Betreuung von vermieteten/verpachteten Immobilien
  • Steuerliche Optimierung bei der Übertragung von Immobilien (Verkauf, Schenkung)
  • Beratung bei Immobilieninvestitionen (Vorsorgewohnungen, Bauherrenmodellen etc.)
  • Steuerliche Optimierung von Immobilienvermögen
  • Beratung im Zusammenhang mit Immobilienertragsteuer, Grunderwerbsteuer, Gebühren und Umsatzsteuer 

Spezialthemen

Ärzte-GmbH

Ärzte Gruppenpraxen können auch in der Rechtsform einer GmbH geführt werden (ebenso ist die Rechtsform einer Offenen Gesellschaft (OG) möglich).

Gesellschafter
Der Gruppenpraxis dürfen als Gesellschafter nur zur selbstständigen Berufsausübung berechtigte Ärzte angehören. Andere Personen (z.B. Ehegatten oder Kinder) oder Gesellschaften sind als Gesellschafter nicht zulässig. Jeder Gesellschafter ist maßgeblich zur persönlichen Berufsausübung in der Gesellschaft verpflichtet.

Berufsbefugnis und Tätigkeit
Die Berufsbefugnis der Gruppenpraxis ergibt sich aus der Berufsberechtigung der an der Gruppenpraxis beteiligten Ärzte. Die Tätigkeit der Gruppenpraxis muss sich beschränken auf

  • Tätigkeiten im Rahmen der Berufsbefugnis der Gruppenpraxis (einschließlich Hilfstätigkeiten),
  • Tätigkeiten von Angehörigen anderer Gesundheitsberufe, die mit der Berufsbefugnis der Gruppenpraxis im direkten Zusammenhang stehen und
  • Verwaltung des Gesellschaftsvermögens.

Die Berufsausübung der Gesellschafter darf nicht an eine Weisung oder Zustimmung der Gesellschafter (Gesellschafterversammlung) gebunden werden.

Mitarbeiter
Die Anstellung von anderen Ärzten ist unzulässig. Ebenso ist das Eingehen sonstiger zivil- oder arbeitsrechtlicher Beziehungen zu anderen Ärzten oder Gesellschaften zum Zweck der Erbringung ärztlicher Leistungen unzulässig (z.B. freien Dienstverträgen, Werkverträgen und Leiharbeitsverhältnisse). Ausnahmen bilden nur vorübergehenden Vertretungen, insbesondere aufgrund von Fortbildung, Krankheit und Urlaub.
Pro Gesellschafter können 5 Angehörige anderer Gesundheitsberufe (ausgenommen Ordinationsgehilfen) angestellt werden. Die absolute Höchstzahl liegt bei 30. Für Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation sowie Radiologie gilt diese Beschränkung nicht. Die ärztliche Verantwortung für die ärztliche Leistung für einen bestimmten Behandlungsfall muss aber hier jedenfalls bei einem bestimmten Gesellschafter liegen.

Firma
Der Firmenname der GmbH hat jedenfalls den Namen eines Gesellschafters und die in der Gruppenpraxis vertretenen Fachrichtungen zu enthalten.

Zulassung
Die Zulassung erfolgt durch den Landeshauptmann, sofern nicht

  • jeder Gesellschafter bereits einen Einzelvertrag mit der Gebietskrankenkasse hat oder die zu gründende Gruppenpraxis bereits im Stellenplan vorgesehen ist und bestimmte Voraussetzungen vorliegen oder
  • die Gruppenpraxis ausschließlich sozialversicherungsrechtlich nicht erstattungsfähige Leistungen zu erbringen beabsichtigt

Haftpflichtversicherung
Eine freiberufliche ärztliche Tätigkeit (nicht nur die in Form einer GmbH) darf erst nach Abschluss und Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung aufgenommen werden. Die Mindestversicherungssumme hat pro Versicherungsfall 2.000.000 Euro zu betragen. Eine Haftungshöchstgrenze darf pro Jahr bei einer Gruppenpraxis in der Rechtsform einer GmbH 10.000.000 Euro, bei sonstiger freiberuflicher ärztlicher Tätigkeit 6.000.000 Euro nicht unterschreiten. Der Ausschluss oder eine zeitliche Begrenzung der Nachhaftung des Versicherers ist unzulässig. Der geschädigte Patient kann den ihm zustehenden Schadenersatzanspruch auch gegen den Versicherer geltend machen.

Haftung
Die eingeschränkte Haftung des Gesellschafters der GmbH ist oft ein Hauptmotiv für die Gründung einer solchen. Allerdings ist dabei zu beachten, dass der Geschäftsführer (GF) einer GmbH in einigen Fällen doch wieder persönlich haftet, wie zum Beispiel:

  1. gegenüber der Gesellschaft und den Gesellschaftern
    Der Geschäftsführer hat dafür z.B. zu sorgen, dass
    • das GmbH-Gesetz und der Gesellschaftsvertrag eingehalten wird.
    • bei Geschäften zwischen der GmbH und dem GF ein Gesellschafterbeschluss vorliegt.
    • bei Verlust der Hälfte des Stammkapitals unverzüglich eine Generalversammlung einzuberufen ist.
    • rechtzeitig die Konkurseröffnung beantragt wird.
    • die Rechnungslegungspflichten und Auskunftspflichten beachtet werden.
  2. gegenüber Dritten und Gläubigern
    Die wichtigsten Haftungsfragen treten auf bei
    • Verletzung der Verpflichtung zur rechtzeitigen Konkursanmeldung.
    • Zahlungen, die an dem Zeitpunkt, an dem die Eröffnung eines Konkurses begehrt hätten, müssen geleistet werden.
  3. gegenüber Behörden
    Eine persönliche Haftung gegenüber Behörden kann sich z.B. ergeben bei
    • nicht entrichteten Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.
    • Verstößen gegen arbeitnehmerschutzrechtliche Bestimmungen.

Steuer
GmbHs unterliegen mit ihrem Einkommen der Körperschaftsteuer (KÖSt). Der Gewinn ist zwingend durch Erstellung einer Bilanz zu ermitteln. Die Körperschaftsteuer beträgt grundsätzlich 25 % des Einkommens der GmbH. Bei Verlusten oder niedrigen Gewinnen hat die GmbH jedoch zumindest die sogenannte Mindestkörperschaftsteuer zu entrichten. Diese beträgt für nach dem 30.6.2013 neugegründete Gesellschaften:

  • in den ersten fünf Jahren € 500
  • in den nächsten fünf Jahren € 1.000 und
  • danach € 1.750

Die Gewinnausschüttungen der GmbH an einen an ihr beteiligten Arzt werden wiederum mit der Kapitalertragsteuer (KESt) endbesteuert. Die KESt ist von der GmbH an das Finanzamt abzuführen. Die Kapitalertragsteuer beträgt grundsätzlich 25 % der ausgeschütteten Gewinne. Durch seine Tätigkeit als Geschäftsführer unterliegt der Arzt mit seinem Geschäftsführerbezug der Einkommensteuer. Bei einer Beteiligung von mehr als 25 % sind diese als Einkünfte aus selbständiger Arbeit zu versteuern. Für Tierärzte können abweichende Regelungen gelten.

Praxisgründung für Ärzte

Auf dem Weg zur Selbstständigkeit ist der Arzt als Unternehmer mit einer Reihe von rechtlichen und wirtschaftlichen Themen konfrontiert. Ein guter Start ist unser Ziel!

  • Neuerrichtung einer Praxis
  • Übernahme einer bestehenden Praxis
  • Übergabe einer Praxis
  • Alternativen zur Einzelpraxis
    • Ordinationsgemeinschaft
    • Apparategemeinschaft
    • Gruppenpraxis

Durch verschieden enge Kooperationen von freiberuflich tätigen Ärzten können erhebliche Kostenvorteile erzielt werden. Dabei stehen, je nach unterschiedlich enger Zusammenarbeit zwischen den Ärzten, folgende Gemeinschaften zur Verfügung: Die Ordinationsgemeinschaft, die Apparategemeinschaft oder eine Gruppenpraxis.

Ordinationsgemeinschaft, Apparategemeinschaft

Von einer Ordinationsgemeinschaft spricht man bei einer Zusammenarbeit von freiberuflich tätigen Ärzten, wenn diese die Ordinationsräume gemeinsam nutzen. Werden medizinisch-technische Geräte gemeinsam benutzt, liegt eine Apparategemeinschaft vor. Beide Arten der Gemeinschaften können auch zugleich vorliegen.

Die Ordinations- und Apparategemeinschaft kann als bloße Kostengemeinschaft, aber auch als Ertragsgemeinschaft ausgestaltet sein. Der Erlös aus der ärztlichen Tätigkeit fließt in eine gemeinsame Kasse, aus der auch die Ausgaben bestritten werden. Der Arzt ist dann am verbleibenden Gewinn nach Maßgabe der (gesellschafts-) vertraglichen Vereinbarung beteiligt. In diesem Fall spricht man von einer Ertragsgesellschaft.

Werden nur die Kosten nach einem sachgerechten Schlüssel (in der Regel Umsatz- oder Arbeitszeitschlüssel) gemeinsam getragen, spricht man von einer Kostengemeinschaft. Zur Bedeckung dieser Kosten werden von den Ärzten laufende Einzahlungen gemacht.

Wahl der Rechtsform

An Rechtsformen stehen bei der Ordinations- oder Apparategemeinschaft folgende zur Wahl:

Miteigentumsgemeinschaften, Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesBR), offene Gesellschaft (OG), Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder Aktiengesellschaft (AG).
Für die in der Praxis vorkommenden GesBR, die OG oder KG muss lediglich eine vereinfachte Gewinnermittlung in der Form einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung geführt werden. Für die Steuererklärung ist erlassmäßig geregelt, dass die Gewinn- bzw. Verlustanteile ohne Zwischenschaltung einer eigenen Steuererklärung der Gesellschaft in den einzelnen Steuererklärungen der Gesellschafter erfasst werden.
Ärzte GmbHs müssen jedenfalls den Gewinn mittels doppelter Buchführung (Bilanz) ermitteln.

Die Wahl der Rechtsform ist nicht nur von steuerrechtlichen sondern vielmehr von gesellschafts- und haftungsrechtlichen Gesichtspunkten getragen.

Das Ärztegesetz ermöglicht den Betrieb einer Gruppenpraxis in Rechtsform einer offenen Gesellschaft (OG). Bei Kassenärzten ist der Betrieb einer Gruppenpraxis allerdings nur dann möglich, wenn dies im Gesamtvertrag mit den Versicherungsträgern (GKK) erlaubt bzw. unterstützt wird. Bei einer Gruppenpraxis in der Rechtsform einer OG ist die Vergesellschaftung nicht nur auf Ertrags- und Kostenverrechnung beschränkt, sondern das gesamte Gesellschaftsvermögen inklusive des Praxiswerts gehört anteilig den beteiligten Ärzten. Steuerrechtlich hat die Gesellschaft den erzielten Gewinn einheitlich zu ermitteln, sodann ist dieser Gewinn auf die Gesellschafter aufzuteilen. Diese einheitliche Gewinnermittlung auf Gesellschaftsebene und Aufteilung des Gewinnes gesondert auf die Gesellschafter hat durch Abgabe einer Steuererklärung der Gesellschaft zu erfolgen. Die Gesellschaft selbst hat diesen Gewinn jedoch nicht zu versteuern, sondern jeder einzelne Gesellschafter hat seine Gewinnzuteilung in seine eigene Steuererklärung aufzunehmen und zu versteuern.

Einer Ärzte-GmbH Gruppenpraxis dürfen als Gesellschafter nur zur selbstständigen Berufsausübung berechtigte Ärzte angehören. Jeder Gesellschafter ist maßgeblich zur persönlichen Berufsausübung in der Gesellschaft verpflichtet. Die Berufsbefugnis der Gruppenpraxis ergibt sich aus der Berufsberechtigung der an der Gruppenpraxis beteiligten Ärzte.
Die Anstellung von anderen Ärzten ist unzulässig. Ebenso ist das Eingehen sonstiger zivil- oder arbeitsrechtlicher Beziehungen zu anderen Ärzten oder Gesellschaften zum Zweck der Erbringung ärztlicher Leistungen unzulässig. Ausnahmen bilden nur vorübergehende Vertretung, insbesondere aufgrund von Fortbildung, Krankheit und Urlaub.
Pro Gesellschafter können fünf Angehörige anderer Gesundheitsberufe (ausgenommen Ordinationsgehilfen) angestellt werden. Die absolute Höchstzahl liegt bei 30.
Für Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation sowie Radiologie gilt diese Beschränkung nicht.
Für Tierärzte können abweichende Regelungen gelten.

Steuerrechtlicher Überblick für Ärzte

Ärzte kommen je nach Art Ihrer Tätigkeit grundsätzlich mit unterschiedlichen Steuergesetzen in Berührung:

  • als niedergelassener Arzt in der Form eines Einzelunternehmers mit Einkommensteuer und eventuell Umsatzsteuer
  • als Gesellschafter und Geschäftsführer einer Ärzte-GmbH mit Körperschaftsteuer, Einkommensteuer und eventuell Umsatzsteuer
  • als angestellter Arzt in einer Krankenanstalt mit der Einkommensteuer

Einkommensteuer

(Zahn-, Tier-) Ärzte sind in erster Linie von der Einkommensteuer betroffen. Mit der Einkommensteuer können Sie üblicherweise in drei Formen konfrontiert werden:

  • In Form der durch den Dienstgeber einbehaltenen Lohnsteuer, wenn Sie in einem Dienstverhältnis stehen. In diesem Fall erzielen Sie Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit.
  • In Form der veranlagten Einkommensteuer, wenn Sie in keinem Dienstverhältnis stehen. Hierbei beziehen Sie Einkünfte aus selbständiger Arbeit. In diesem Fall müssen Sie den Gewinn, der zu versteuern ist, selbst berechnen (siehe dazu Punkt Gewinnermittlung) und den entsprechenden Betrag an das Finanzamt abführen.
  • In Form der Kapitalertragsteuer bei den meisten Zinseinkünften. Sie wird auch als Quellensteuer bezeichnet, weil sie automatisch an der Quelle, üblicherweise von der Bank, einbehalten wird.

Umsatzsteuer

Durch die unechte Befreiung von der Umsatzsteuer für ärztliche Heilbehandlungen hat die Umsatzsteuer für Sie weniger Bedeutung. Unechte Steuerbefreiung bedeutet, dass Sie für Ihre ärztlichen Leistungen keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen dürfen und auch keineUmsatzsteuer an das Finanzamt abführen müssen. Als Ausgleich dafür, dass Sie keine Umsatzsteuer abführen müssen, steht Ihnen aber auch kein Recht zu, die Umsatzsteuer aus den an Sie gestellten Rechnungen als Vorsteuer abzuziehen. Die unechte Umsatzsteuerbefreiung kommt in folgenden Fällen nicht zur Anwendung (dafür steht Ihnen jedoch der Vorsteuerabzug für bezogene Leistungen, die im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten stehen, zu):

  1. Ärztliche Gutachten, wenn sie nicht in der medizinischen Betreuung von Personen durch das Diagnostizieren und Behandeln einer Krankheit oder einer anderen Gesundheitsstörung bestehen. Nach Ansicht der Finanzverwaltung sind das folgende vier Gutachten:
    • auf biologische Untersuchungen gestützte Feststellung einer anthropologisch-erbbiologischen Verwandtschaft;
    • die ärztliche Untersuchung über die pharmakologische Wirkung eines Medikaments beim Menschen und die dermatologische Untersuchung von kosmetischen Stoffen;
    • psychologische Tauglichkeitstests, die sich auf die Berufsfindung erstrecken.
  2. Sonstige Tätigkeiten, wie etwa schriftstellerische Tätigkeit, auch wenn sie für eine ärztliche Fachzeitschrift erfolgt, oder Fachvorträge für Ärzte.
  3. Untervermietung Ihrer Praxisräumlichkeiten.

Körperschaftsteuer

Ärzte Gruppenpraxen können auch in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH geführt werden. Gesellschafter dieser GmbH dürfen nur Ärzte sein.

GmbHs unterliegen mit ihrem Einkommen der Körperschaftsteuer (KöSt). Der Gewinn ist zwingend durch Erstellung eine Bilanz zu ermitteln. Die Körperschaftsteuer beträgt grundsätzlich 25 % des Einkommens der GmbH.
Bei Verlusten oder niedrigen Gewinnen hat die GmbH jedoch zumindest die sogenannte Mindestkörperschaftsteuer zu entrichten.

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Dr. Elisabeth Pschera

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Montag 8:00 – 13:00 / 14:00 – 16:00
Dienstag 8:00 – 13:00 / 14:00 – 16:00
Mittwoch 8:00 – 13:00 / 14:00 – 16:00
Donnerstag 8:00 – 13:00 / 14:00 – 16:00
Freitag 8:00 – 13:00
Samstag geschlossen
Sonntag geschlossen